Klein, aber oho – Der kleine Garten mit Stil

Ein kleiner Garten ist eine Herausforderung, das ist keine Frage. Herausforderungen bringen einen dazu über sich selbst hinauszuwachsen. Ein kleiner Garten kann ein Ort der Kreativität sein, ein Ort zum Entspannen und ein Ort zum Träumen. Viel mehr Möglichkeiten als gedacht verbergen sich in ihm. Mit den richtigen Tipps und Tricks erstrahlt er in neuer Schönheit.

Eine Frage der Struktur
Die tatsächliche Größe und die scheinbare Größe eines Gartens können bedeutend variieren. Dank einer durchdachten Struktur, kann der Garten mit Hilfe kluger Aufteilung des Gartens, in verschiedene Bereiche und methodischer Bepflanzung, wesentlich ausgedehnter und interessanter wirken, als man vermuten würde.

Eine optische Einteilung in Funktionsbereiche bietet sich auch von der praktischen Seite her an. Beispielsweise trennt man Kräutergarten, vom Blumenbeet und Terrasse. Evtl. bietet es sich an eine kleine Ecke zum Relaxen im hinteren Teil des Gartens einzurichten. Abwechslung kommt kann man durch Höhenunterschiede schaffen. Kleine bepflanzte Steinmäuerchen trennen Optisch verschiedene Bereiche und schaffen gleichzeitig einen Höhenunterschied. Die Terrasse sollte nicht auf derselben Ebene liegen, wie der Rest des Gartens.

Die Wahl der Pflanzen
Die Wahl der Pflanzen ist besonders wichtig. Jede Pflanze fällt auf, da die Gartenfläche nicht so groß ist. Da sollte man sich keinen Fehlgriff leisten. Pflanzen die das ganze Jahr über gut aussehen, sollten die erste Wahl sein. Schön ist es auch die Pflanzen auf ihre Blütezeit hin abzustimmen. Hat man Pflanzen die alle in verschiedenen Monaten blühen und schön färbende Sträucher für den Herbst, ist immer etwas Farbe im Garten vorhanden.

Ein kleiner Brunnen oder eine Skulptur ziehen den Blick auf sich und können zum besonderen Highlight im Garten werden. Phantasie und Kreativität sind jedoch durch keine noch so gute Planung ersetzbar. Eine Kombination aus beidem ist der beste Weg zum Erfolg.

Essen im Garten

Die untergehende Sonne taucht den Garten noch ein letztes Mal  in ihr goldenes Licht bevor sie am Horizont verschwindet und ihre Reise antritt zu der anderen Seite dieses Planeten. Jetzt ist die perfekte Zeit für ein romantisches Dinner zu zweit oder ein gemütliches Essen mit Freunden. Kerzen erleuchten sanft die Umgebung und verwandeln manchen müden Blick in gespanntes Funkeln. Was der Abend wohl noch bringt?

Der Garten ist in dieser Jahreszeit hervorragend dazu geeignet als erweiterter Wohnraum zu fungieren. Egal, ob als Freiluftsalon oder ungewöhnliches Esszimmer, diese einmalige Atmosphäre gibt es nur in der freien Natur. Geschickt in Szene gesetzt kann der Garten zu einem Schauplatz der besonderen Art werden, eine Kulisse für Ereignisse, die man nicht mehr vergisst.

Um ein besonderes Essen zu gestalten, gilt es einiges vorzubereiten. Wo genau im Garten soll gespeist werden? Wie wird es dekoriert? Und einige Fragen mehr wollen beantwortet werden. Ist der Himmel bewölkt bietet es sich an den Schauplatz des Geschehens unter eine gut überdachte Terrasse zu verlegen. Ist es sternenklar hat man je nach Größe des Gartens mehr Möglichkeiten. Kerzen sind zur Dekoration unabdingbar und sollten wohlüberlegt verteilt werden. Große Windlichter mit Stumpen Kerzen schaffen angenehmes Licht, aber auch Teelichter in schönen Gläsern  haben gut verteilt ihren Charme. Auch wenn das Essen im Garten stattfindet dürfen Blumen als Dekoration nicht fehlen. Je nachdem ob es ein elegantes oder eher rustikales Essen werden soll variiert auch die Blumenwahl. Ist es ein eher rustikales Essen können z.B.  schöne Topfpflanzen genommen werden. Bei einem eher eleganten Essen sind Pfingstrosen unschlagbar. Neben der Dekoration sind allerdings noch andere Fragen zu klären. Soll es eine größere Gesellschaft werden oder eher eine kleinere? Wen kann man mit wem zusammen einladen, so dass eine interessante Tischgesellschaft entsteht. Bei einer sorgfältigen Planung kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Rosarote Träume

von scott.zona via Flickr

Der Frühling ist da und der Sommer scheint auch schon zumindest was die Temperaturen betrifft mit lauten Fanfaren Einzug zu halten. Der Garten freut sich besonders darüber. Im schönem Wechsel mit dem Regen sind die Bedingungen geradezu ideal für Pflanzen und voller Tatendrang will man sich an die Arbeit machen um neue Schönheiten in den Garten zu integrieren.

Für einen Traum in rosarot bieten sich wunderschöne Beetpflanzen an die von rosa bis pink leuchten und das Herz kleiner Mädchen, großer Mädchen, die sich das Träumen bewahrt haben und überhaupt jedes romantischen Menschen höher schlagen lassen. Wer sich jetzt Traurig denkt, ich hab aber nur einen Balkon, sei freudig überrascht, die Pflanzen sind auch für Balkonien geeignet.
Betrachten wir uns die kleinen Schönheiten einmal näher.
Da wären zum einen die pinken Mageriten die mit ihrem sonnigen Erscheinungsbild ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Die Farbbrillianz der samtigen Blüten begeistert,  Auch als Schnittblumen geeignet sind sie für einen spontanen Besuch bei Freunden ein charmantes Mitbringsel und auch auf dem eigenen Tisch machen sie sowohl als Einzeldarsteller als auch zu mehreren eine gute Figur. Eine ähnliche und doch viel sanftere und zurückhaltender Freundinn der Margarite ist die Kapmargarite. In sanftem rosa und einfachem Blütenkranz wiegt sie sich im Wind hin und her. Sie stiehlt ihrer Freundin nicht die Schau. und zieht durch ihre schlichte Anmut doch so manchen Blick auf sich.
Schlichtheit ist nicht die Stärke dieser Grazie. Ihr Name sagt auch viel über ihr Erscheinungsbild aus. Die Prachtkerze ist nicht nur schön in der Form, sondern schlägt farblich auch eine Brücke zwischen Kapmargarite und Margarite. Ihr pinken Farbton ist fast noch ein sehr dunkles Rosa. Wen man “last but not least” nicht vergessen darf, ist die Calibrachoa, Ihr sattes Pink setzt kräftige Akzente.
Viele schöne Blüten bleiben unerwähnt. Ein Gang in den Gartencenter lohnt jedoch.

Der Schrebergarten

Ich will auch einen Garten, denkt sich so mancher, wenn er bei Freunden zu besuch ist, die einen haben. Denjenigen, die sich sehnlichst einen Garten wünschen und keinen haben, sei gesagt, verzweifelt nicht. Auch wer in einer Stadtwohnung wohnt kann unter Umständen in den Genuss eines Gartens kommen. Wie das geht? Das Zauberwort lautet, Schrebergarten. Der Schrebergarten, der früher nur mit Rentnern verbunden wurde, wird inzwischen auch immer mehr von jüngeren geschätzt und das nicht ohne Grund und zu Recht. Wer gerne in der Natur ist und wissen möchte woher das Gemüse und Obst wirklich kommt, das er isst, der  bekommt mit seinem eigenen kleinen Gartenstück die Möglichkeit dazu. Selbst gepflanzt und geerntet, kann man sich sicher sein, dass nicht irgendwelche chemischen Schädlingsbekämpfungsmittel  verwendet wurden. Dazu kommt das Gefühl der Befriedigung, wenn man die Frucht eigener Investition in der Hand hält. Das Gemüse und Obst ist dann zwar nur in der jeweiligen Saison erhältlich, aber auch wesentlich günstiger. Der Alltagsstress kann hinter sich gelassen werden und man kann sich entspannen in seiner eigenen kleinen grünen Oase, zu der niemand Zugang hat als man selbst. Man muss nicht mehr in den Park nur weil man in der Stadtwohnung lebt und keinen Garten hat. Ein schöner Ort, um die Kinder an die Natur heranzuführen.  Sie lernen verschiedene Kräuter kennen und woher die Tomate eigentlich kommt und kommen so in den Genuss, der vielen Stadtkindern versagt bleibt.

Auch zum Grillen muss man nicht mehr auf den Balkon, sondern kann gemütlich mit der Familie oder Freunden im Grünen sitzen und die Sonne genießen. Der eigene kleine Urlaubsort in der Stadt.

Pippi Langstrumpfs Palast

Jeder wollte als Kind so leben wie Pippi Langstrumpf. Jeder wollte gerne eine eigene Villa Kunterbunt und diesen wundervollen hohlen Baum, den großen Onkel und das Äffchen nicht zu vergessen. Auch heute noch ist der Klassiker von Astrid Lindgren noch nicht aus der Mode gekommen. Bringen Sie den Flair Ihrer Kindheit in ihren Garten und bauen Sie Ihren Kindern doch einfach eine Baumhütte oder ein kleines Gartenspielhäuschen – eine kleine Villa Kunterbunt eben. Grade in der wärmeren Jahreszeit, wenn sie sowieso viel draußen spielen bietet sich das besonders an. Wer nicht selbst Hand an ein Baumhaus legen will oder keinen Baum im Garten hat an dem das umsetzbar wäre, der kann immer noch ein kleines Gartenhäuschen erstehen und zu einer Villa Kunterbunt gestalten. Auch für diejenigen unter uns die keine Kinder haben, ist dieses Einrichtungsthema eine hervorragende Idee. Bringen Sie bunte Farben, schöne Stoffe und bequeme Sitzmöglichkeiten in Ihren Garten. So wird der Sommer ein Traum. Wer nicht bis zum Sommer warten möchte kann dies bereits jetzt im Wintergarten verwirklichen. Verschiedene bunte Kissen aus Samt, Seide und Baumwolle in den verschiedensten Formen und gut zusammengestellten Farben lassen auf Matratzen arrangiert, den Wintergarten zur bunten Stiloase werden. Beispielsweise können Sie zwei flache Matratzen in L-Form anordnen und sie and die Wand schieben. Anschließen verteilt man möglichst viele Kissen in mehreren Reihen so an die Wand, dass man sich gemütlich dagegen lehnen kann. Nehmen Sie dazu runde, quadratische und rechteckige Kissen und legen Sie obendrein Polsterollen hinzu. Ein flacher Tisch ist eine hervorragende Ablagefläche für Tee und ist aus alten weiß gestrichenen Paletten schnell gebaut. Alternativ kann man einfach die Beine eines einfachen ausrangierten Couchtisches zur Hälfte kürzen. Jetzt fehlen nur noch lange fließende Gardinen, die man als Baldachin oder einfach nur zur Dekoration an den Seiten aufhängen kann. Wem das zuviel Arbeit ist nimmt einfach ein Moskitonetz. Jetzt ist der Wintergarten fertig für die bunte Teeparty.