Frühjahrszeit – Pflanzen(s)zeit

Frühlingsblumen (Stefan Körber – Fotolia)

Endlich! – nach dem langen und grauen Winter  kommen die ersten grünen Spitzen aus dem Boden.  Diese kalte Jahreszeit hat nun schon lange genug angedauert. Jetzt, nach Kälte und Schnee scheint es, als ob die Erde wieder aufatmet. Blickt man sich um, sieht man, wie alles ganz langsam aus dem Winterschlaf erwacht: Vögel singen, Kinder spielen wieder draußen und man selbst ist voller Tatendrang.

Voller „Tatendrang“ ist aber auch der eigene Garten. Erst brechen ein paar Schneeglöckchen im Frühbeet auf, dann Buschwindröschen und Krokusse und später lassen sich auch Narzissen und Maiglöckchen  blicken. Doch welche Pflanzen sollte man wann im Frühling  pflanzen?

Beim Pflanzen und Säen ist wichtig zu beachten, dass viele der Frühjahrsblumen schon im Herbst in den Boden gesetzt werden sollten. So z.B. die meisten Zwiebelblumen (Tulpen, Traubenhyazinthen, Märzbecher usw.).  Möchte  man also im eigenen Garten einen farbenfrohen Flickenteppich im Frühjahr sehen, gilt es frühzeitig zu planen. Wenn Sie diesen Zeitpunkt allerdings schon verpasst haben, können Sie genauso gut  Ihr Frühbeet in einen Blumenkübel verlegen und später, sobald die Frühblüher verwelkt sind, sie für das nächste Jahr einpflanzen. Eine weitere gute Möglichkeit, um schon einmal gärtnerisch tätig zu werden, bieten Vorkulturen. Sie lassen sich leicht anlegen und haben den großen Vorteil, dass Setzlinge nicht erst gekauft werden müssen bevor man sie einsetzen kann.

Gleichzeitig sollte man auch den Frost im Hinterkopf behalten. Es bietet sich an, Blumen und Stauden erst nach den Eisheiligen zu pflanzen, Spätfrost kann im wahrsten Sinne des Wortes tödlich sein. Damit die jungen Pflänzchen wachsen und gedeihen spielt der richtige Dünger eine entscheidende Rolle sowie auch der Untergrund, aus dem die Pflanzen ihre Nährstoffe ziehen werden.

Hier ein Aussaatkalender (der Zeitpunkt, um Vorkulturen anzulegen wird genauso angegeben!), in dem die möglichen zu setzenden Pflanzen für jeden Frühlingsmonat aufgelistet sind.

Aussaatkalender

 

 

 

Den Garten für den Frühling vorbereiten – Blumenzwiebeln und Co

von Thejaswi via Flickr

Im September sollte man schon anfangen darüber nachzudenken, welche Blumen man im Frühling im Garten blühen sehen möchte. Viele Blumenzwiebeln können und sollten auch jetzt schon in den Boden gesetzt werden. Die Auswahl ist riesig. Wer mag kann viele verschiedene Beete in unterschiedlichen Farbtönen pflanzen. Tulpen, Traubenhyazinthen, Krokusse und Co warten darauf eingepflanzt zu werden.

Tulpen
Tulpen gibt es in vielen Farben und Formen. Die Farbpalette reicht von weißen einfachen Tulpen, über rote, pinke bis hin zu außergewöhnlichen Papageitulpen in unterschiedlichen Farbkombinationen.
Tulpenzwiebeln sollten von Ende September bis Mitte November eingepflanzt werden, vor dem Frost. Es sollten ca. 10cm Abstand zwischen den Zwiebeln gelassen werden und sie sollten nicht mehr als 30cm tief gepflanzt werden, damit die Tulpenzwiebel nicht fault. Sonnige Stellen sind zum Pflanzen zu bevorzugen. Tulpen eignen sich im Frühling auch hervorragend zur Innendekoration, deshalb sollte man in jedem Fall genug pflanzen.

Traubenhyazinthen
Traubenhyazinthen erinnern optisch entfernt an Lavendel. Die Farbpalette reicht von einem dunklen  lila bis hin zu weiß. Die Blütezeit liegt zwischen April und Mai. Gepflanzt werden sollten sie in einem Abstand von ca. 8cm.

Krokusse
Krokusse können von September bis Oktober gepflanzt werden. Die schönen kelchförmigen Blüten leuchten abhängig von der Sorte in verschiedenen Farben. Die kleinen Frühlingsboten sollten ca. 7cm tief in die Erde gepflanzt werden. Gut bekannt ist wahrscheinlich die Sorte Crocus sativus aus dem das Gewürz Safran gewonnen wird.

Viele andere Frühlingsblumen wären eigentlich noch zu erwähnen, bei einem Besuch im Baumarkt kann man jetzt zur beginnenden Pflanzzeit viele Samen und Blumenzwiebeln vorfinden.

Dahlie – Die Blume mit vielen Gesichtern

von marceljanus via Flickr

Vom Hochsommer bis zum ersten Herbstfrost erstrahlen die Dahlien in voller Blüte. Dahlien gibt es in vielen verschiedenen Sorten. Jedes Jahr kommen neue Züchtungen dazu. Zur grundsätzlichen Unterscheidung werden Dahlien in verschiedene Obersorten unterteilt, die Zugehörigkeit zu einer Sorte entscheidet sich nach der Blütenform und –fülle. Die Farbpalette der Dahlie ist sehr breit. Reine Farben und Farbkombinationen findet man unter den Dahlien. Dunkelviolette Dahlien mit weißen Spitzen begeistern genauso, wie zarte rosafarbene. Bei der Vielzahl der Farben und Formen lohnt es sich, ein eigenes Beet nur mit Dahlien anzupflanzen. Kombinieren sollte man hier nicht nur unterschiedliche Farbtöne, sondern auch unterschiedliche Formen. Schön sieht es aber auch aus, wenn man entweder nahezu die gleiche Farbe und unterschiedliche Formen nimmt oder aber unterschiedliche Farben und dieselbe Form. Der Fantasie sind nicht viele Grenzen gesetzt. Als Schnittblumen erfreuen sie, einzeln und kombiniert mit anderen Blumen, das Auge des Betrachters. Sie sind aber auch für den Blumenkübel geeignet und können so den Balkon verschönern.
Die Dahlie bevorzugt einen lockeren Boden, Licht und Feuchtigkeit. Je nach Sorte und Wuchshöhe sollte ein Stützstab gesetzt werden. Will man viel Freude an ihr haben, sollte man sie in Trockenzeiten gut gießen. Die Knollen sind nicht winterhart und sollten beim ersten Herbstfrost, nach dem das Laub verwelkt ist, aus dem Boden genommen und zur Überwinterung in einen kühlen trockenen Raum gebracht werden. Die Pflanzung erfolgt ca. ab Februar bis ca. April/Mai. Dazu können Knollen oder Stecklinge verwendet werden. Doch ist nach der Pflanzung zunächst Vorsicht geboten, denn Schnecken lieben die jungen Triebe. Die im Topf vorgezogene Jungpflanze sollte erst ab Mitte Mai gepflanzt werden.

Rosarote Träume

von scott.zona via Flickr

Der Frühling ist da und der Sommer scheint auch schon zumindest was die Temperaturen betrifft mit lauten Fanfaren Einzug zu halten. Der Garten freut sich besonders darüber. Im schönem Wechsel mit dem Regen sind die Bedingungen geradezu ideal für Pflanzen und voller Tatendrang will man sich an die Arbeit machen um neue Schönheiten in den Garten zu integrieren.

Für einen Traum in rosarot bieten sich wunderschöne Beetpflanzen an die von rosa bis pink leuchten und das Herz kleiner Mädchen, großer Mädchen, die sich das Träumen bewahrt haben und überhaupt jedes romantischen Menschen höher schlagen lassen. Wer sich jetzt Traurig denkt, ich hab aber nur einen Balkon, sei freudig überrascht, die Pflanzen sind auch für Balkonien geeignet.
Betrachten wir uns die kleinen Schönheiten einmal näher.
Da wären zum einen die pinken Mageriten die mit ihrem sonnigen Erscheinungsbild ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Die Farbbrillianz der samtigen Blüten begeistert,  Auch als Schnittblumen geeignet sind sie für einen spontanen Besuch bei Freunden ein charmantes Mitbringsel und auch auf dem eigenen Tisch machen sie sowohl als Einzeldarsteller als auch zu mehreren eine gute Figur. Eine ähnliche und doch viel sanftere und zurückhaltender Freundinn der Margarite ist die Kapmargarite. In sanftem rosa und einfachem Blütenkranz wiegt sie sich im Wind hin und her. Sie stiehlt ihrer Freundin nicht die Schau. und zieht durch ihre schlichte Anmut doch so manchen Blick auf sich.
Schlichtheit ist nicht die Stärke dieser Grazie. Ihr Name sagt auch viel über ihr Erscheinungsbild aus. Die Prachtkerze ist nicht nur schön in der Form, sondern schlägt farblich auch eine Brücke zwischen Kapmargarite und Margarite. Ihr pinken Farbton ist fast noch ein sehr dunkles Rosa. Wen man “last but not least” nicht vergessen darf, ist die Calibrachoa, Ihr sattes Pink setzt kräftige Akzente.
Viele schöne Blüten bleiben unerwähnt. Ein Gang in den Gartencenter lohnt jedoch.

Freundliche Frühlingsgrüße

von crosathorian via Flickr

Der Frühling ist da. Blüten in Hülle und Fülle, zumindest im Blumenladen. Blumen zaubern Menschen ein Lächeln auf das Gesicht. Auf dem Tisch sehen sie nicht nur wunderschön aus, sondern verbreiten einen wunderbaren frischen Frühlingsduft. Klassisch in der einfachen Vase stehen sie auf fast jedem Tisch.

Um die Blumen mal ganz anders in Szene zu setzen brauchen Sie bloß ein bisschen Zeit, Glasmalfarbe und Altglas. Manch eine alte Weinflasche, ein Marmeladenglas oder eine ausrangiertes Parfümfläschchen können so zu etwas Besonderem werden. Sammeln Sie bis zu zehn verschiedene Flaschen in unterschiedlichen Größen. Wichtig ist, dass jede Flasche farblos ist. Reinigen Sie die Flaschen gründlich von innen und außen. Nun kann es losgehen. Malen Sie alle Gläser mit derselben Farbe gleichmäßig an. Transparentes Türkis oder Pink sind schöne Töne. Stellen Sie die Gläser nach dem Trocknen schön zusammen. Arrangieren Sie nun jeweils eine Blume in ein Glas. Große Nelken beispielsweise bestechen durch ihre Fülle in Rosa und Weiß versprühen sie ein Hauch Romantik.. Tulpen sind gefüllt und ungefüllt der Klassiker des Frühlings, Anemon strahlt Reinheit aus und Ranunkel bezaubern durch ihre schöne Form und durch ihre Farbenvielfalt. Diese Blüten können alle geschmackvoll miteinander kombiniert werden. Wer mag, kann noch um jedes Glas ein schönes Band, aus Satin, Spitze oder ähnlichem binden. Jedes Band aus einem anderen Material sieht auch sehr schön aus. Man sollte allerdings darauf achten, dass alle Bänder nicht nur die gleiche Farbe haben, sondern dass die Farbe des Bandes auch zu der Farbe des Glases passt. Am besten ist, weiß.

Jede einzelne Blüte kommt so zur Geltung und vereint sich trotzdem mit allen anderen zu einem harmonischen Farbspiel.